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ADAC Saarland-Pfalz Rallye 2018: Heißer Ritt auf Eis und Schnee

Den Auftakt in die neue Rallye-Saison hätten sich die Verantwortlichen des ADAC Saarland e.V. und des ADAC Pfalz e.V. sicher anders vorgestellt: Heftiger Schneefall und tückischer Eisregen diktierten den Verlauf bei der ersten Veranstaltung von DRM und ADAC Rallye Masters in St. Wendel.

 

Wintereinbruch führt zur Absage von WP 4 und 5

Eine Rutschpartie im wahrsten Wortsinn erlebten die Teams am ersten Tag der ADAC Saarland-Pfalz Rallye in St. Wendel. Am Nachmittag setzte Eisregen ein, später schneite es heftig, sodass die Straßen in St. Wendel und die Wertungsprüfungen unter einer dicken Schnee- bzw. Eisschicht lagen.

 

Trotzdem erfolgte der Start pünktlich um 16.55 Uhr, allerdings entschied sich die Rallyeleitung nach der WP Freisen-Westrich, der WP Rohrbach und dem KÜS Stadtrundkurs für den Abbruch der ersten Etappe. Ursprünglich sollte ein zweiter Umlauf gefahren werden, aber aus Sicherheitsgründen zum Schutz der Teams und Zuschauer und weil die Rettungskette nicht mehr eingehalten werden konnte, wurde Tag 1 frühzeitig beendet.

 

Auf der zweiten Etappe am Samstag sollten die restlichen 7 Wertungsprüfungen gefahren werden. Doch schon im ersten Umlauf gab es einen Abbruch nach einem Unfall auf der WP Windpark. Sebastian van Gartzen setzte sein Auto auf der vereisten Strecke in den Graben, sein Co-Pilot klagte anschließend über Schmerzen. Nach einer ersten Untersuchung kam die Entwarnung. Nach dem Regrouping ging es dann bis ins Ziel um 18.15 Uhr planmäßig weiter.

 

Rumänisches Duo nicht zu stoppen

Simone Tempestini und sein Co-Pilot Sergiu-Sebastian Itu (Citroen DS3 R5) gaben auf fast allen Wertungsprüfungen das Tempo vor. Lediglich auf WP 6 und WP 9 mussten sie der Paarung Dinkel/Kohl den Vortritt lassen. Die Rumänen freuten sich natürlich über den Sieg, aber für sie war die ADAC Saarland-Pfalz Rallye nur ein Testlauf. Der Einsatz diente als Generalprobe für die rumänische und italienische Meisterschaft.

 

 

Die Vizemeister der Saison 2017, Dominik Dinkel und Christina Kohl (Skoda Fabia R5), mussten sich bei der Saarland-Pfalz knapp geschlagen geben, konnten sich aber noch gegen Ron Schumann/Nanett Centner (Mitsubishi Evo) durchsetzen. Erfreulich aus saarländischer Sicht, der fünfte Gesamtrang für Andreas Brocker/Sabrina Woll (Wolfersweiler/Hasborn) im Mitsubishi Evo.

 

Pech für den Local Hero

Er hatte sich so viel vorgenommen: Marijan Griebel (Team Peugeot ROMO) aus dem pfälzischen Hahnweiler, wollte gleich zu Beginn der Saison ein Zeichen setzen. Doch daraus wurde nichts. Der amtierende U28-Europameister musste kurz nach Überqueren der Startrampe seinen Peugeot 208 T16 mit technischen Problemen abstellen. Das Aus, bevor es überhaupt so richtig begonnen hatte.

 

In der Division 1 lag das Augenmerk auf den beiden Saarländern im Feld, Uwe Gropp und Roman Schwedt. Der Youngster aus Heusweiler lieferte in seinem neuen Dienstwagen (Peugeot 207 S2000) eine solide Leistung ab und landete am Ende in der Division auf Platz 3 und  Gesamtrang 16. Uwe Gropp (Neunkirchen) fuhr im Citroen DS3 R5 auf Gesamtrang 16, was in der Division Platz 4 bedeutet.

 

Volver/Madissoo führen ADAC Opel Rallye Cup an

Das Duo aus Estland kam im Opel Adam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht und landete in der Gesamtwertung der Saarland-Pfalz-Rallye auf Rang 4. Sie übernehmen nach dem ersten Lauf die Gesamtführung im ADAC Opel Rallye Cup. Felix Griebel, der jüngere Bruder von U28-Europameister Marijan Griebel und sein Co-Pilot Sascha Altekrüger schafften es auf Gesamtrang 14, im AOC bedeutet das Platz 4.

 

Der Gesamtsieger des ADAC Rallye Masters von 2017, Max Schumann (Riegelsberg), versucht sich in diesem Jahr ebenfalls im ADAC Opel Rallye Cup. Er belegte mit seiner Beifahrerin Maresa Lade im Gesamtklassement der Saarland-Pfalz Platz 19, damit liegt er im AOC nach diesem ersten Lauf auf Rang 6.

 

Fotos finden Sie in der Mediathek.