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SRM 2018: Frank Färber siegt beim Saisonauftakt in der Eifel

Beim Start in die neue SRM-Saison hatten die Piloten mit schwierigen äußeren Bedingungen zu kämpfen. Tauwetter, in Verbindung mit dem Regen der Vortage, verwandelte die Berg- und Talbahnen durch die landschaftlich reizvolle Gegend in Rutschbahnen. Frank Färber und Peter Schaaf wurden im Mitsubishi Lancer Evo ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen vor ihren Markenkollegen Michael Bieg / Heinz-Gerd Dörpinghaus. Karlheinz und Edwin Braun wuchsen bei den schwierigen Bedingungen über sich hinaus und vervollständigten im heckgetriebenen BMW M3 E36 das Podium.

 

Kampf um jede Hundertstelsekunde

Pünktlich um 12:00 Uhr starteten Frank Färber und Co-Pilot Peter Schaaf von Kempenich aus zur ersten der insgesamt acht Wertungsprüfungen über 70 Kilometer auf Bestzeit. „Weibern“, „Hausten“, „Kempenich“ und „Hannebach“ – keiner war beim ersten Durchgang schneller, knapp 20 Sekunden betrug der Vorsprung bereits zur Halbzeit auf die ersten Verfolger Michael Bieg / Heinz-Gerd Dörpinghaus (beide Mitsubishi Lancer Evo). Der zweite Durchgang verlief ähnlich, so dass Lokalmatador Frank Färber seinen achten Gesamtsieg feierte. Michael Bieg zeigte sich mit seinem Saisonauftakt durchaus zufrieden und beschränkte sich in der Schlussphase darauf, das gute Ergebnis sicher nach Hause zu fahren. Hinter dem Führungsduo entbrannte ein heißer Kampf um den verbleibenden Podiumsplatz. Während Helmut Beckmann / Domenic Kremkau ihren Mitsubishi mit Bremsdruckproblemen in WP 7 abstellten, präsentierten sich Karlheinz und Edwin Braun im BMW M3 E36 in absoluter Top-Form und schoben sich auf der letzten Prüfung auf den dritten Gesamtrang. Andreas Brocker und Sabrina Woll mussten sich um 0,6 Sekunden geschlagen geben, das Duo tröstete sich mit dem Sieg in der CTC darüber hinweg. Frank Schlinck / Harald Korz verloren den fünften Gesamtrang aufgrund zu großer Bremsscheiben bei der Technischen Nachuntersuchung. Torsten Michel / Anna Hinrichs, sowie Patrick Fank und Andre Foxius (alle Mitsubishi) fuhren auf den Rängen sechs und sieben ins Ziel.

 

2WD-Piloten mischten die Top 10 auf

Christian König demonstrierte einmal mehr seine fahrerische Klasse und pilotierte unter den Ansagen von Nils Kühle den kleinen Citroen C2 R2 Max mit hohem Einsatz durch die Eifel zum ungefährdeten Sieg in der Klasse RC4. Mit einer Glanzleistung machte der 17jährige Max Reiter mit Co-Pilot Marco Simon von sich reden. Mit dem sicheren zweiten Klassenrang und einer Top 10 Platzierung vor Augen, musste der Youngster das Aggregat ohne Öldruck kurz vor dem Ziel abstellen. Geteiltes Leid ist halbes Leid – so mussten auch die amtierenden Saarländischen Rallyemeister, Kai Stumpf und Martin Brack, ihren BMW E30 in WP7 aufgrund eines Antriebwellenschadens in Führung liegend (Klasse F05) abstellen. Kurt Hansen und Frank Gehrmann bestätigten ihre starke Form und gewannen diese stark umkämpfte Klasse vor Felix Schumann / Katharina Hampe, die im Ford Fiesta ebenfalls eine souveräne Leitung ablieferten. Steve Jung und Michèle Brachtenbach hatten nach ihrer langen Rallyepause noch ein paar Eingewöhnungsprobleme mit dem neuen Wagen, was sie aber nicht davon abhielt, die Klasse RC3 klar für sich zu entscheiden.

 

 

Claus Aulenbacher und Andreas Mirow avancierten im spektakulären Lancia Stratos zu den Stars der Veranstaltung. Mit viel Präzision und Feingefühl pilotierte der Mainzer sein Arbeitsgerät gekonnt über die Prüfungen, gewann die Gruppe der Youngtimer und sorgte für ein breites Grinsen beim Publikum, das zahlreich die Strecken säumte. Kevin Müller beendete mit Marcel Janson auf Opel Astra F die Pechsträhne und ließ sich überglücklich am Abend als Klassensieger (CTC17) feiern. Stefan Petto und Selina Thomas absolvierten im Opel Corsa D OPC mit dem Gewinn der Klasse F04 einen gelungenen Saisonauftakt.

 

Seriennahe Gruppe G gewinnt wieder an Startern

Uwe Kriegeskotte und Peter Kroll fuhren munter in den Top 10 mit und lagen in der seriennahen Gruppe G klar in Führung. Wie auch vielen anderen Teilnehmern, wurde dem Duo die WP 7 „Kempenich 2“, die beim zweiten Durchgang als Rundkurs mit 14,25 Kilometer Streckenlänge absolviert wurde, zum Verhängnis. Kriegeskotte verpasste einen Abzweig, rutschte ins Aus und konnte sich trotz Allradantrieb aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Somit sah es nach einem Sieg für Manfred Bannwarth und Bernd Rieth aus, die auf WP 8 aber viel Zeit verloren. Somit errang Maik Wörheide im Subaru Impreza bei seiner ersten Rallye gleich den Gruppensieg. Mit dem erfahrenen Hans-Jürgen Knoll an seiner Seite zeigte er von Beginn an eine starke Performance. In der mit neun Fahrzeugen gut besetzten Klasse G10 setzten sich Christian Lamberz / Sarah Kremkau im BMW E36 318ti gegen Jonas Vogel / Aline Gilli im Audi A4 durch.

 

Auch in den kleineren Klassen wurde großartiger Sport gezeigt

In der Klasse F06 setzten sich nach einer beherzten Fahrt Tobias Schmitz und Vanessa Schmid gegen die Neueinsteiger Timo Schulz / Marco Breidt, sowie Yannik Mahl und Lisa Kiefer (alle Suzuki Swift Sport) durch. Weitere Klassensiege errangen Stefan Schultes / Linus Noll im BWM E30 318is (YT42), Frank Esser / Marc-Andre Lautz im Ford Sierra Cosworth (YT37), Kurt Kreutz / Günter Kirberg im seltenen Toyota Celica GT (YT26), die Holländer Jef Mulders / Michael Marschall auf Ford Escort (CTC 14).

 

Gesamtergebnis 40. ADAC Rallye Kempenich 2018

 

01.  Färber Frank / Schaaf Peter                       Mitsubishi Lancer Evo 8         46:56,6

02.  Bieg Michael / Dörpinghaus Heinz-Gerd      Mitsubishi Lancer Evo 9         + 0:41,0

03.  Braun Karlheinz / Braun Edwin                   BMW M3 E36                        + 1:32,4

04.  Brocker Andreas / Woll Sabrina                  Mitsubishi Lancer Evo 7         + 1:33,0

05.  König Christian / Kühle Nils                        Citroen C2 R2 Max                + 3:07,1

06.  Michel Torsten / Hinrichs Anna                   Mitsubishi Lancer Evo            + 3:43,0

07.  Fank Patrick / Foxius Andre                        Mitsubishi Lancer Evo 6         + 3:55,3

08.  Aulenbacher Claus / Mirow Andreas             Lancia Stratos                      + 4:02,1

09.  Jung Steve / Brachtenbach Michèle             Citroen DS3 R3 Max              + 4:35,4

10.  Hansen Kurt / Gehrmann Frank                  Honda Civic Type R                + 4:41,4

11.  Müller Kevin / Janson Marcel                      Opel Astra F GSi 16V              + 4:49,4

12.  Jansen Heinz-Robert  / Jansen Marcel         Opel Manta B                         + 4:55,6

13.  Schumann Felix / Hampe Katharina            Ford Fiesta                             + 5:01,9

14.  Petto Stefan / Thomas Selina                     Opel Corsa D OPC                  + 5:11,1

15.  Fleischmann Marco / Decker Jonas             Honda Civic Type R                + 5:30,7